Startseite
Streckenübersicht
in Ostdeutschland
Buckower aktuell
in Norddeutschland
in Süddeutschland
in Westdeutschland
Fahrzeuge
Bildergalerie
Linkliste
Impressum
   
 

Norddeutschland umfasst hier:
- Schleswig-Holstein
- den nördlichen Teil von Niedersachsen
- Hamburg
- Bremen
- Mecklenburg-Vorpommern

Der norddeutsche Raum war vorwiegend, mit Ausnahme der Hafenstädte, recht dünn besiedelt und vorwiegend durch Landwirtschaft geprägt. Die Verkehrsströme orientierten sich von den Häfen ins Binnenland. Die Abfuhr landwirtschaftlicher Produkte schwankte saisonial sehr stark.
Entsprechend unterentwickelt war die Infastruktur. Bis weit in das 20. Jahrhundert soll es noch Gehöfte gegebnen haben, die nicht über elektrische Strom verfügte. Betrachtet man die Elektrifizierung der Hauptstrecken der Bahn, erfolgte der Anschluß an das elektrische Netz erst als letztes. Dementsprechend finden sich im Norddeutschland, mit Ausnahme der Hansestädte, nur wenige elektrische Bahnen.


Am 23.Februar 1902 wurde die Straßenbahn in Emden - als
Elektrische Kleinbahn Emden-Außenhafen (so die konkrete Bezeichnung)
mit einer knapp 4 km langen Strecke in Meterspur in Betrieb genommen.
Diese von der AEG im Auftrag der Stadt Emden betriebenen Bahn wurde intensiv genutzt.
Über 50 Jahre war die Kleinbahn Hauptverkehrsmittel für den Berufsverkerhr zum Außenhafen.
Da sich die Stadt Emden und die AEG nicht über notwendige Investitionen zur Beseitigung der Kriegsschäden einigen konnten, kam am 30.April 1953 das Ende der Bahn.


Die Kleinbahn schloß die Hamburger Entklaven im Nordosten an das Eisenbahnnetz an.
Ausgangspunkt war der Bahnhof Rahlstadt der ehemaligen
Lübeck-Büchener-Eisenbahn(LBE).Der Betrieb erfolgte mit straßenbahnähnlichen Triebwagen. 1904 wurde der erste Streckenabschnitt eröffnet. Nach Eröffnung der Walddörferbahn (Teil der neuen Hochbahn ab 1920) wurde bereits am 01.April 1923 der erste Abschnitt der EKV wieder eingestellt. Der Restbetrieb (knapp 2 Km) erfolgte noch bis 1961.

www.vvm-museumsbahn.de
www.romana-hamburg.de/kleinbahn.htmNeuer Absatz


Die Strandbahn Warnemünde - Markgrafenheide hatte ihren Ausgangspunkt östlich der Warnow im Ortsteil Hohe Düne und wurde am 01.Juli 1910 eröffnet. Der größte Teil der 4,7 km langen meterspurigen Bahn verlief hinter den Dünen an der Ostsee entlang und war Eigentum der Stadt Rostock. Unmittelbar nach Einmarsch der Roten Armee endete der Betrieb am 01.Mai 1945. Die Gleise wurden abgebaut und kamen zusammen mit dem rollenden Material zur Rostocker Straßenbahn.

Zwar keine Kleinbahn im Sinne des Gesetzes soll auf Grund ihrer Sonderstellung unter den elektrischen Bahnen hier erwähnung finden:


Die Werkbahn von Zinnowitz nach Peenemünde entstand mit der Heeresversuchsanstalt und wurde am 28.Juli 1937 in Betrieb genommen. Die Fahrten waren für Zivilisten gesperrt.
1941 wurde die Bahn mit 1200 V Gleichstrom und Fahrleitung elektrifiziert. Zum Einsatz kamen 15 Triebzüge, die dem ET 167 der Berliner S-Bahn ähnelten. Am 21.April 1946 erfolgte auf Anweisung der SMAD die Einstellung des elektrischen Betriebes. Die Anlagen wurden demontiert und gingen als Reparationsleistung in die Sowjetunion. Triebwagen gelangten zur Berliner S-Bahn und zur Isartalbahn.
Heute wird die Strecke durch die Usedomer Bäderbahn mit Dieseltriebwagen betrieben.
Als Denkmal befindet sich heute ein Viertelzug in Peenemünde, dokumentiert hier die im Laufe der Jahre erfolgten  Umbauten bei der DB.