Startseite
Streckenübersicht
in Ostdeutschland
Buckower aktuell
in Norddeutschland
in Süddeutschland
in Westdeutschland
Fahrzeuge
Bildergalerie
Linkliste
Impressum
   
 


Südddeutschland umfasst in meiner Homepage die Bundesländer
- Bayern
- Baden-Würtenberg

Im Süden Deutschlands entstanden die ersten betribsfähigen elektrischen Bahnen. Waren die erste elektrische Bahnen andernorts noch, nach heutigem Verständnis, eher Straßenbahnen, verkehrte im heutigen Baden-Würtenberg die erste normalspurige Vollbahn mit elektrischen Triebwagen.
Es waren oft interessen lokaler, neuer Tchnik aufgeschlossener Gewerbetreibender, die einen Anschluß an das entstehende Hauptbahnnetz brauchten, als auch die vorhandene Wasserkraft für die Erzeugung der Energie, die diese Entwicklung vorrantrieb.

Eine Pionierrolle übernahm hier die


Die LAG war ein in München ansässige private Gesellschaft, deren Geschäftszweck der Bau und Betrieb von Lokal- und Sekundärbahnen in Deutschland und Östreich-Ungarn war. Die Gesellschaft wurde am 09.02.1887 gegründet und entwickelte sich rasch zu einem beachtlichen Verkehrsunternehmen. Von 1889 bis 1891 wuchsen die Strecken um 430 km Streckenlänge. Es bestand allerdings kein zusammenhängendes Netz.
Äußerst fortschrittlich zeigte sich die LAG bei der Einführung des elektrischen Zugbetriebes. Die LAG-Strecke Mecklenbeuren - Tettnag war die erste elektrisch betriebene Vollbahn in Deutschland.
Auf der zugekauften Ammergaubahn Murnau - Oberammergau richtete sie den ersten Einphasen-Wechselstrombetrieb in Deutschland ein.
1938 exestierten nur noch Strecken in Deutschland und die LAG wurde von der Deutschen Reichsbahn übernommen.
Die LAG betrieb folgende elektrische Bahnen:


Die Nebenbahn Meckenbeuren - Tettnang war die erste elektrifizierte (650 V Gleichstrom)normalspurige Eisenbahn (Vollbahn) mit Personen- und Güterverkehr.
Am 04.Dezember 1895 eröffnet, waren auf knapp 4,3 km Streckenlänge 50 Höhenmeter zu überwinden. Kriegsbedingt wurden von 1945 bis 1950 Dampflokomotiven eingesetzt. Ab 01.Februar 1962 traten endgültig Diesellokomotiven und Schienenbusse an Stelle der elektrischen Triebwagen. Am 30.Mai 1976 wurde der Personenverkehr eingestellt. 1995 kam für den Güterverkehr das Ende.


Alle Zehn Jahre pilgern Hunderttausende zu den Passionsfestspielen nach Oberammergau. Daher verwundert es, daß sich die Oberammergauer nicht um einen eigenen Bahnanschluß bemühten und die Initiative zum Bahnbau von Bad Kohlgrub ausging.
Als elektrische Lokalbahn, mit Drehstrom geplant, begann am 05.April 1900 der Betrieb "in provisorischer Weise" auf den 23 km mit Dampflokomotiven. Erst nach Übernahme durch die LAG wurde ab 01.Januar 1905 schrittweise der elektrische Betrieb, jetzt mit Einphasen-Wechelstrom
16 Hz, 5000 V aufgenommen. Lange Jahre zogen die E69 zuverlässig die Züge über die Strecke.
Mit modernen Triebzügen wird heute der Personenverkehr im Stundentakt durchgeführt. Zusätzliche Sonderverkehre sind Aufgrund von Gleisrückbau nicht mehr möglich.


Die Isartalbahn war eine 50 km lange Bahnverbindung zwischen München und Bichl.
Sie bestand vom 27.Juli 1891 (seit 15.Januar 1900 elektrisch 600V Gleichstrom) bis zum 31.Mai 1964. Bekannt wurde die Isartalbahn dadurch, das sie nach dem 2.Weltkrieg mehrere Triebwagen, die von der Berliner S-Bahn und der Werkbahn Peenemünde stammten, einsetzte.
Der Abschnitt Großhesselohe - Wolfratshausen ist heute Teil der Münchener S-Bahn.


Als treibende Kraft für den Bahnbau erwiesen sich zwei Unternehmer aus Bad Aibing und München, die sich gemeinsam mit der Dresdener "Actiengesllschaft Elektricitätswerke" bereiterklärten, den Bahnbau zu finanzieren. Von Anfang an sollte der Betrieb elektrisch erfolgen. Hierfür entstand am Mangfall ein Wasserkraftwerk. Am 27.Mai 1897 erfolgte die Eröffnung der Bahn. Nach Konkurs der Süddeutschen Elektrischen Lokalbahn AG (SEL) übernahm 1904 die LAG die Bahn.1959 erfolgte die Umstellung von 550 V Gleichstrom auf das heute übliche Bahnstromsystem. Am 28.Mai 1972 wurde der elektrische Betrieb aufgegeben, am 29.September 1973 der Personenverkehr, wenig später der Güterverkehr aufgegeben und die Gleise abgebaut.


Die 4,2 km lange meterspurige Bahn (1911 auf 6,6 km verlängert) wurde am 06.Januar 1888 als erste Strecke der neugegründeten LAG München als dampfbetriebene Lokalbahn eröffnet. Die eingesetzten Maschinen entsprachen der der Chiemsee-Bahn.
Am 01.September 1910 erfolgte die Aufnahme des elektrischen Betriebes mit 700 V Gleichstrom. 1938 erfolgte die Verstatlichung der Bahn und fortan nach BOStrab offiziell als Straßenbahn klassifiziert. Nachdem der Betrieb 1923 zeitweilig eingestellt war, und einer zögerlichen Modernisierung von 1953 bis 1955 erfolgte 1959 die schrittweise Umstellung auf Busbetrieb (voerst als Schienenersatzverkehr). Am 31.Dezember 1961 wurde der Personenverkehr auf der Bahn offiziell eingestellt.


Die 5,2 km lange Stichstrecke wurde am 15.August 1896 eröffnet. Initiator und Förderer der Bahn war Sebastian Kneipp. Sie war eine der ersten elektrifizierten Eisenbahn in Deutschland und wurde mit 550 V Gleichstrom betrieben und 1905 von der LAG übernommen.
Mit Ausbruch des zweiten Weltkrieges musste der elektrische Betrieb 1939 wegen des benachbarten Flughafens eingestellt werden. Damit gehört die Strecke zu den wenigen deelektrifizierten Eisenbahnstrecken. Neben Dampf- und später Diesellokomotiven waren zeitweise Akkutriebwagen (ETA 150) im Einsatz.
Seit Dezember 2007 wird die Strecke ab Augsburg bis nach Bad Wörishofen von der DB Regio als Kneipp-Lechfeld-Bahn vermarktet.



Berchtesgaden ist die kleinste Gemeinde in Deutschland mit einem Hauptbahnhof. Die Entwicklung der Eisenbahn im Berchtesgadener Land ist vorwiegend durch den Fremdenverkehr geprägt. 1888 erhielt Berchtesgaden den ersten Bahnanschluss. 1938 bis 1940 erfolgte der Umbau des, für heutige Verhältnisse, überdimensionierten Bahnhofs. Grund war zum einen durch die Zweitresidenz der damaligen Machthaber am Obersalzberg erforderliche repräsentatives Empfangsgebäude und der geplante Ersatz der Lokalbahhn nach Salzburg durch eine zweigleisige Hauptbahn.
Berchtesgaden war Endpunkt folgender drei Bahnlinien der königlich Bayerishen Staatseisenbahnen:


Die Nebenbahn Bad Reichenhall - Berchtesgaden ist eine Verlängerung der 1866 eröffneten Hauptbahn Freissing - Bad Reichenhall. Bereits 1867 wurde die Projektierung vergeben. Doch erst am 25.Oktober 1888 fuhr der erste Zug auf dieser Strecke. Die 18,8 km Strecke wurde 1914 mit dem üblichen Bahnstrom elektrifiziert. Wegen der Steilstrecke zwischen Bad Reichenhall und Halltrum kamen speziell konstruierte E-Loks EP3/6 (E 36 01 - 04) zum Einsatz. 1943 wurde, wohl auch in Hinsicht auf die Sonderverkehre für den Obersalzberg, auf der Strecke der hauptbahnmäßige Betrieb mit Haupt- und Vorsignalen eingeführt. Seit 2006 ist die Strecke in das Salzburger S-Bahnsystem, integriert.


Die Lokalbahn, umgangssprachlich als Grüne Elektrische bezeichnet, war eine 12,6 km lange grenzüberschreitende Nebenbahn. Sie wurde am 16.Juli 1907 eröffnet. Die normalspurige und elektrifizierte Strecke hatte Anschluss zur Lokalbahn nach Salzburg (Rote Elektrische). Ab 01.Juli 1909 bestand ein durchgehender Betrieb von Salzburg nach Berchtesgaden. Für den Gemeinschaftsbetrieb wurden weitgehend baugleiche Fahrzeuge beschafft. Zudem exestierten einheitliche Tarife und ein grenzüberschreitender Personaleinsatz.
Am 02.Oktober 1938 wurde ohne Vorankündigung die Lokalbahn auf dem deutschen Streckenteil stillgelegt. Grund war der Ausbau der Landstraße und der geplante Bau einer zweigleisigen Hauptbahn zwischen Berchtesgaden und Salzburg.


Die Königsseebahn war eine 4,3 km, als Steilstrecke klassifizierte Lokalbahn. Sie wurde am 29.Mai 1909 eröffnet und war von Beginn an elektrifiziert ( 1000 V=). In Berchtesgaden bestand eine 700 m Gleisverbindung mit Oberleitung zur Grünen Elektrischen, das auch als elektrische Verbindung zum gemeinsammen Bahnkraftwerk diente. Als Besonderheit wurde in den Nachtstunden die Batterien der Elektroboote der Königsseee-Schiffart mit Bahnstrom geladen.
1942 wurde die Bahn auf 15kV 16,6Hz umgestellt. Ab 1961 erfolgte der Betrieb nur noch in den Sommermonaten. Am 02.Oktober 1965 verkehrte der letzte Zug zum Königssee. Am 08.März 1971 wurde die Strecke auch juristisch stillgelegt.



Die Bayrische Zugspitzbahn (1000 mm Spurweite/1500 V Gleichstrom) ist eine von vier noch betriebenen Zahnradbahn in Deutschland.
Bereits seit 1899 gab es verschiedene Bestrebungen zum Bau einer Bahn auf die Zugspitze, die immer wieder an der Finanzierbarkeit scheiterte.
Nachdem von Östreicher Seite 1926 eine Seilbahn zum Zugspitz in Betrieb geht, beginnen 1928 die Arbeiten an der Bayrischen Zugspitzbahn.
Auf den ersten 7,5 km führt die Zugspitzbahn zunächst als Adhesionsbahn von Garmisch nach Grainau. In Grainau beginnt die Bergstrecke mit Zahnstangenbetrieb (11,5 km).
Früher wurden in Grainau Tal-Lok und Berg-Lok geweckselt.
Die heutigen modernen Triebwagen verkehren durchgehend.




Die Albtalbahn ist eine Eisenbahnstrecke von Karlsruhe über Ettlingen nach Bad Herrenalb. Die Umspurung von Meter- auf Normalspur und ihrer Verknüpfung mit der Karlsruher Straßenbahn waren die Grundlage für das heutige umfangreiche Netz der Karlsruher Stadtbahn. (Karlsruher Modell)
Die Albtalbahn ist betrieblich und historisch eng mit der Zweigstrecke Busenbach - Ittersbach, die wiederum ursprünglich mit der Pforzheimer Kleinbahn von Ittersbach nach Pforzheim eine betriebliche Einheit bildete, verbunden.
Seit Eröffnung der Albtalbahn 1898 veränderte sich nicht nur die Spurweite sondern auch mehrmals das Stromsystem.
(500 V= / 8000 V-25Hz / 8800 V-25Hz / 650 V= / 750 V=)
Auf der Albtalbahn wurden mehrfach Versuche mit elektrischen Fahrzeugen in verschiedenen Stromsystemen unternommen.


Die Karlsruher Lokalbahn war eine meterspurige Kleinbahn, die Spöck, Karlsruhe und Durmersheim verband. Nach der Eröffnung 1890/91 verzeichnette sie kaum wirtschaftliche Erfolge. Daher wurden die meisten Streckenabschnitte bereits bis 1938 wieder stillgelegtEin bescheidener Restverkehr im Stadtgebiet von Karlsruhe konnte sich noch bis 1955 halten. Pläne zur Schaffung eines Überlandstraßenbahnnetzes unter Einbeziehung der Lokalbahn in der ersten Hälfte des 20.Jahrhunderts scheiterten, wurden allerdings nach dem zweiten Weltkrieg nicht aufgegeben.
Unter Federführung der Albtalbahn entstand in Karlsruhe inzwischen ein weit verzweigtes Stadtbahnnetz.


Die Pforzheimer Kleinbahn war eine 18,8 km lange meterspurige Kleinbahn.
Sie verband von 1900 bis 1968 Pforzheim mitDietlingen, Ellmendingen, Ottenhausen und Hersbach im westlichen Umland.
Mit der Bahnstrecke Busenbach - Hettersbach war sie mit der Albtalbahn von und nach Karlsruhe verknüpft.Zeitweise mit Dampf betrieben bildete sie den Anstoß zur Errichtung der Straßenbahn Pfortsheim.Daher erfolgte auch mehrmals der Wecksel der Stromsysteme. 1931 ging die Bahn wegen der Bedeutung für den Berufsverkehr in die Hände der Stadt Pfortsheim.
Trotz der 1954 begonnener Sanierung hatte die Kleinbahn der Konkurenz durch den PKW und Busverkehr nichts entgegenzusetzen.
Nach Stillegung der Straßenbahn Pfortsheim 1964 und Stillegung der Verbindung zur Albtalbahn kam am 10.Juli 1968 das Aus für die Kleinbahn.   


Mit vier Kilometern Streckenlänge zählt sie zu den kleinsten Nebenbahnen des Landes.Doch sie ist ein Pionier des elektrischen Bahnbetriebes. Schon am 4.Dezember 1898 wurde sie in Betrieb genommen. Wegen der großen Steigung entschied man sich von Anfang an für den elektrischen Betrieb (600V=) Der rege Verkehr erforderte wiederholt die Beschaffung neuer Fahrzeuge. 1996 erfolgte die Einstellung des Güterverkehrs. 1987 wird der Sonntagsbetrieb eingestellt. Der planmäßige elektrische Betrieb wird am 11.Juli 2003 eingestellt. Die Oberleitung bleibt für den Museumsbetrieb erhalten. Für die Einbeziehung der Strecke in das Ringbahnkonzept der Region mit Dieseltriebwagen beginnen aber umfangreiche Modernisierungsarbeiten an der Strecke.
www.trossinger-eisenbahn.de